Kaltakquise am Telefon üben
Ein Kaltakquise-Anruf entscheidet sich in den ersten Sätzen. Hier können Sie diese Sätze laut üben, bevor Sie sie jemandem sagen, der Sie noch keine Minute kennt.
Diese Seite beschreibt Training: das Üben eines Gesprächs mit einem KI-Kunden. DIRI AI beurteilt keine Mitarbeitenden, und das Ergebnis eines Gesprächs ist keine Grundlage für Entscheidungen über Personen.
Situation: Sie rufen jemanden an, der keinen Anruf erwartet
Das Gegenüber steckt mitten in der Arbeit, kennt Sie nicht und hat keinen Grund, Ihnen Zeit zu schenken. Sie haben nur wenige Sätze, um den Anlass des Anrufs zu erklären, und gleich danach kommt die erste Absage.
- Am Telefon meldet sich eine Assistenz oder ein Kollege, der Sie nicht weiterverbindet.
- „Kein Interesse“ oder „Schicken Sie eine E-Mail“ fällt, bevor Sie Ihren Einstieg beendet haben.
- Die angerufene Person fragt, woher Sie ihre Nummer haben und auf welcher Grundlage Sie anrufen.
Typische Fehler
Die meisten misslungenen Kaltakquise-Anrufe scheitern an denselben wenigen Gewohnheiten.
- Ein Einstieg über das eigene Unternehmen statt über den Grund, warum Sie gerade diese Person anrufen.
- Ein abgelesenes Skript, das nicht auf das eingeht, was das Gegenüber gerade gesagt hat.
- Auf „kein Interesse“ mit Druck oder Rechtfertigung antworten statt mit einer kurzen Frage, oder nach einem klaren Nein weitermachen.
- Kein konkreter nächster Schritt, nur ein vages „Ich melde mich irgendwann“.
- Ausweichen oder eine erfundene Antwort auf die Frage, woher Sie den Kontakt haben und auf welcher Grundlage Sie anrufen.
So üben Sie in DIRI AI
Das Gespräch läuft per Stimme, und der KI-Kunde reagiert auf das, was Sie tatsächlich sagen. Es wird nichts an echte Personen gesendet.
- Wählen Sie ein fertiges Szenario für Kaltakquise oder schreiben Sie ein eigenes: wen Sie anrufen, was Sie anbieten und wer am Telefon typischerweise abnimmt.
- Stellen Sie Schwierigkeitsgrad und Kundentyp ein, zum Beispiel ungeduldig oder misstrauisch.
- Rufen Sie an, sprechen Sie Ihren Einstieg, reagieren Sie auf den ersten Einwand und üben Sie auch die Antwort auf „Woher haben Sie meine Nummer?“. Eine klare Absage nehmen Sie an und beenden das Gespräch höflich.
- Im Bericht nach dem Gespräch sehen Sie zitierte Momente aus Ihrem Transkript, eine Erklärung ihrer Wirkung und einen Vorschlag, was Sie ändern können.
- Wiederholen Sie die Situation und vergleichen Sie die Versuche im Verlauf Ihres Kontos.
Beispiel aus dem Training
Ein kurzer Ausschnitt aus dem Einstieg. Ziel ist nicht die perfekte Formulierung, sondern zu sehen, wo das Gespräch kippt.
- Sie
- Guten Tag, hier spricht Thomas Berger. Ich rufe an, weil wir Büro-Drucker warten und ich weiß, dass Sie zwei Standorte in Linz haben. Haben Sie eine Minute?
- KI-Kunde
- Eine Minute habe ich. Aber ich sage gleich: Die Drucker betreut ein Kollege, und die Wartung ist bei uns gerade kein Thema.
- Sie
- Verstanden, ich möchte Ihnen keine Zeit rauben. Eine Frage: Wer kümmert sich bei Ihnen um die Drucker, damit ich nicht die falsche Person frage?
- KI-Kunde
- Das ist Herr Weber aus dem Betrieb. Aber der wird dasselbe sagen.
- Sie
- Das ist in Ordnung. Darf ich ihm zwei Sätze schreiben und mit ihm nächste Woche ein kurzes Telefonat vereinbaren?
- KI-Kunde
- Schreiben Sie ihm. Die E-Mail-Adresse finden Sie auf der Website.
Das Beispiel ist erfunden. Es ist weder die Abschrift eines echten Gesprächs noch ein Beispiel für eine Bewertungsausgabe.
Häufige Fragen
Bringt das Üben von Kaltakquise mit KI wirklich etwas, wenn der Kunde künstlich ist?
Der KI-Kunde ersetzt keine echten Gespräche, aber er erlaubt es, Einstieg und ersten Einwand laut und folgenlos zu wiederholen. Ein laut gesprochener Satz unterscheidet sich von einem, der nur im Skript steht.
Kann ich ein eigenes Angebot und eine eigene Zielgruppe festlegen?
Ja. Sie können ein eigenes Szenario schreiben und Schwierigkeitsgrad sowie Kundentyp einstellen. Tragen Sie keine personenbezogenen Daten echter Menschen in das Szenario ein.
Behandelt diese Seite die rechtliche Seite der Kaltakquise?
Nur im Überblick, und es ist keine Rechtsberatung. Ein Werbeanruf braucht eine Rechtsgrundlage, in der Regel die Einwilligung der angerufenen Person (in Deutschland § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG: bei Verbrauchern vorherige ausdrückliche, bei Unternehmen zumindest mutmaßliche Einwilligung; in Österreich § 174 TKG 2021; in der Schweiz gelten andere Regeln, etwa zum Sterneintrag). Haben Sie keine, rufen Sie nicht an. Können Sie im Gespräch keine nennen, beenden Sie es und verwenden die Nummer nicht weiter. Mehr dazu steht in einer eigenen Anleitung und bei der zuständigen Stelle in Ihrem Unternehmen. Das Training befasst sich damit, wie Sie das Gespräch führen.
In welchen Sprachen lässt sich Kaltakquise üben?
In Tschechisch, Slowakisch, Polnisch, Deutsch und Englisch. Die Punktzahl für Gespräche außerhalb des Tschechischen ist als vorläufig gekennzeichnet.
Was kostet es, das erste Gespräch auszuprobieren?
Der Free-Plan erlaubt ein Sprachgespräch pro Tag mit bis zu fünf Minuten. Es genügt, die E-Mail-Adresse zu bestätigen.
Üben Sie heute Ihr erstes Gespräch
Wählen Sie ein Kaltakquise-Szenario, rufen Sie den KI-Kunden an und lesen Sie nach, welchen Satz Sie ändern können. Free-Plan: ein gesprochenes Gespräch pro Tag, höchstens 5 Minuten.